Proxmox VE – Upgrade 6.4-15 zu 7.2-7

Proxmox VE – Upgrade 6.4-15 zu 7.2-7

Da im Juli 2022 der Support für Proxmox VE 6.x auslief, musste Proxmox auf die neue Version 7.2-7 migriert werden. Welche Schritte hierfür notwendig waren, möchte ich an dieser Stelle kurz beschreiben.

Zuerst musste eine ausreichend große USB-Festplatte, neu, ext4 formatiert angeschlossen werden. Damit war der physische Part vorerst erledigt. Die angeschlossene Festplatte musste nun identifiziert werden.

Da die Kapazität der Festplatte bekannt war und 2 TB betrug, war die Festplatte hier eindeutig zuzuordnen. Als Nächstes wurde ein Mount-Point erstellt und die Festplatte gemountet.

Anschließend wurde zur Proxmox GUI gewechselt. Dort musste der neue Storage nun hinzugefügt werden. Das passierte über die Punkte Datacenter -> Storage -> Add. Als Art wurde „Directory“ definiert. Die weiteren Parameter:

Dann wurden die virtuellen Maschinen gesichert. Hierbei die Maschine auswählen und im Untermenü „Backup“ die Funktion „Backup now“ auswählen. Dabei beachten, dass der Storage („hdd2tb“) ausgewählt wurde.

Warum wurde hier „Mode: Stop“ gewählt? Darum: „This mode provides the highest consistency of the backup, at the cost of a short downtime in the VM operation. It works by executing an orderly shutdown of the VM, and then runs a background Qemu process to backup the VM data. After the backup is started, the VM goes to full operation mode if it was previously running. Consistency is guaranteed by using the live backup feature.“

Das Ergebnis der Sicherung sollte jeweils wie folgt aussehen:

Nachdem alles gesichert war, was zu sichern war, wurde das Update vorbereitet. Hierzu wurde der Befehl „pve6to7“ auf der Shell des Hostsystems ausgeführt. Dieses Skript prüfte die wichtigsten Upgrade-Bedingungen.

In einschlägigen Online-Foren wurde darauf hingewiesen, dass Fehler und Warnung unbedingt behandelt werden sollten. Dabei war zu berücksichtigen, dass Proxmox sehr stark modifiziert werden kann. Dieses Skript prüft keine persönlichen Modifikationen und dient daher nur als grobe Orientierung für das Upgrade.

In diesem Fall standen auf der Root-Partition weniger als 4 GiB freier Festplattenspeicher zur Verfügung. Eine gute Option zur Gewinnung von freiem Speicherplatz ist immer:

Leider reichte das in diesem Fall nicht aus. Jedoch existierten auf dem Root-Medium eine weitere ungenutzte LVM-Partition, welche versucht wurde zu entfernen, um damit die Root-Partition um den ungenutzten Speicherplatz zu vergrößern. (Vgl. (Vgl. https://gist.github.com/laineantti/4fc29acbbd25593619a76b413e42b78f und https://gist.github.com/dergachev/6828967)

Dazu wurde das LVM-Medium in der Proxmox GUI unter Datacenter im Untermenü Storage ausgewählt und der Button „Remove“ geklickt. Da das allein jedoch nicht ausreicht, musste wieder auf der Shell des Hostsystems die Root-Partition erweitert werden. Nachdem die Partition angepasst wurde, musste ebenfalls das Filesystem angepasst werden.

Damit wurde der verfügbare Speicher von 7 GB auf 11,03 GB erweitert. Im Anschluss wurde wieder das Upgrade-Skript bemüht.

Laut dem Proxmox Upgrade Guide (https://pve.proxmox.com/wiki/Upgrade_from_6.x_to_7.0) sollte dem Upgrade via apt nun nichts mehr im Weg stehen. Also wurde das Upgrade über Aptitude durchgeführt.

Leider nichts dabei. Warum? Weil alle Repositories natürlich noch auf die Buster Paketquellen zeigen (facepalm). Also wurden fix alle Paketquellen von Buster (alt) auf Bullseye (neu) geändert und die Referenzierungen zu Buster bzw. Proxmox 6.x auskommentiert.

Anschließend die Referenzen für Proxmox 7.x hinterlegt. Dabei ist zu beachten, dass in diesem Beispiel mit der kostenlosen Version von Proxmox gearbeitet wurde und daher auch die „NO SUBSCRIPTION“ Repositories hinterlegt werden müssen. Dazu folgende Zeilen in der Datei „/etc/apt/sources.list“ hinterlegen.

Anschließend wurden die Repositories upgedatet:

Und das Dist-Upgrade durchgeführt:

Nach kurzer Zeit erschien folgender Warnhinweis, welcher mit ENTER bestätigt wurde. Der Upgrade-Guide ist uns ja bekannt (s.o.).

Im weiteren Verlauf gibt uns das Installationsprogramm folgende Meldung:

Die Meldung kann mit „q“ quittiert werden und das Upgrade läuft weiter. Im weiteren Verlauf wurde nach individuellen Präferenzen gefragt. Mit einem abschließenden reboot befinden wir uns nun auf Proxmox 7.2-7!

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